Ein Rückblick auf die Veranstaltungen der öWVAC zu Essen im Jahr 2020

Das Jahr 2020 begann mit einem traurigen Anlaß: am 3. Januar trafen sich eine große Zahl von Corpsbrüdern des Corps Berlin und Mitglieder der WVAC zu Essen sowie Freunde von Herrn Dietrich Ekkehard Riedel zu seiner Trauerfeier und Beisetzung auf dem Südfriedhof in Essen. Herr Riedel war ununterbrochen 39 Jahre lang von 1978 bis 2017 Schatzmeister der WVAC zu Essen. Darüber hinaus bekleidete er auch das Amt des Kassenwartes für den WVAC-Verband von 1993 bis 1995. In den Analen der örtlichen WVAC ist kein Mitglied verzeichnet, das in ununterbrochener Reihenfolge so lange ein Amt bekleidet hat. 39 Jahre lang war er sozusagen der ruhende Fels und die Kontinuität für die vielen Herren, die sich für die WVAC zu Essen eingesetzt haben. Herr Riedel hat ohne viel Aufhebens sein Amt geführt, große Worte entsprachen nicht seinem Naturell. Herr Riedel starb am 11. Dezember 2019, nachdem ihm seine Frau Carmen am 30. März 2019 vorangegangen war. Bei der Trauerfeier würdigten Herr Marth für das Corps Berlin (Teutonia) und Herr Hartung für die öWVAC zu Essen die Person Dietrich Riedel.

Nach einem Stammtisch am 20. Januar fand am 17. Februar 2020 die Mitgliederversammlung statt, an der 11 Herren teilnahmen. In Presse und Rundfunk wurde zu dieser Zeit von einem neuartigen Virus aus China berichtet, das in Südeuropa bereits grassiert. Beim 3. Stammtisch am 16. März trafen sich gerade noch 4 Herren im Stammtischlokal „Dalmatien“. Um 20 Uhr wurden wir vom Wirt hinauskomplimentiert. Wir waren inzwischen die einzigen Gäste dort. Der Lockdown wegen dem sich weiter ausbreitenden Corona-Virus wurde nun auch in Deutschland ausgerufen. Damit waren Treffen mit mehreren Personen aus unterschiedlichen Haushalten untersagt. Auch Restaurants waren geschlossen. Damit waren Stammtische und auch anvisierte Veranstaltungen nicht durchführbar.

Im Juni 2020 mit Beginn des Sommers wurden die harten Beschränkungen des Lockdowns gelockert, Restaurants waren wieder geöffnet. Diese Möglichkeit nutzte auch die WVAC zu einem ersten Stammtisch nach langer Ruhepause im Garten und auf der Terrasse von Herrn Hartung am 15. Juni. 10 Herren waren gekommen und es war allen die Freude anzumerken, sich endlich einmal wiedersehen und persönlich unterhalten zu können. Das warme und trockene Sommerwetter hielt auch in den folgenden Monaten an. Zu den Stammtischen am 20.7. mit 6 Herren, am 17.8. (5 Herren) und am 21.9.  mit 6 Herren trafen wir uns dann auf der Terrasse des Restaurants „Dalmatien“.

Das war es denn aber auch. Im Oktober 2020 wurde erneut ein Lockdown verordnet wegen erneut gestiegener Coronaerkrankten und –todesfällen. Damit gab es auch keine Möglichkeit zum weihnachtlichen Gänseessen und dem Dezemberstammtisch in Form einer Weihnachtskneipe. Auch der Ausblick auf das Jahr 2021 verspricht zumindest im 1. Vierteljahr wenig Aussicht auf Besserung. Ein verschärfter Lockdown ist bis in den Februar / März 2021 ausgesprochen.

Nicht nur wir waren von diesen gesellschaftlichen Einschränkungen in 2020 betroffen, auch die benachbarten Vereinigungen in gleichem Maße. Ausnahmen waren auch hierbei die ersten beiden Monate 2020: am 14. Januar 2020 nahmen die Herren Hartung, Haselhoff und Nehlep zusammen mit ihren Damen teil an der Einladung des AHSC zu Wuppertal zum Besuch der Ausstellung „Oskar Schlemmer“ im Von-der-Heydt-Museum und dem anschließenden Treffen im Restaurant „Wagner am Mäuerchen“. Auch der AHSC zu Essen konnte noch am 28. Februar 2020 seinen traditionellen Starkbierabend durchziehen. Die Herren Boelke, Hartung, Kleine-Limberg und Schmidt-Fanderl nahmen daran teil. Wie so viele andere geplante Veranstaltungen mußte auch der Rhein-Ruhr-Kommers des WVAC und VAC im November 2020 abgesagt werden.

Hans-Helmut Hartung

Ein Rückblick auf die Veranstaltungen der öWVAC zu Essen im Jahr 2019

Am 9. Mai 2019 besuchten 17 Personen die Apothekergenossenschaft NOWEDA. Wenn der Name NOWEDA vielleicht nicht jedem geläufig ist oder war, so hat sicherlich jeder schon mal von der Firma profitiert, wenn das gewünschte Medikament in seiner Apotheke momentan nicht vorrätig war und schnellstens nachgeliefert wurde. NOWEDA wurde 1939 von sieben Apothekern in Essen als Genossenschaft gegründet, um die Arzeneimitteldistribution in die eigene Hand zu nehmen. In den vergangenen 80 Jahren hat sich NOWEDA zu einem großen mittelständigen Unternehmen mit 20 Niederlassungen in Deutschland entwickelt und zählt über 9.000 Genossenschaftsmitglieder. Es gehört zu den 150 größten Wirtschaftsunternehmen und ist einer der größten Arbeitgeber in Essen. Es beliefert ausschließlich inhabergeführte Apotheken. Beeindruckend war bei unserem Rundgang in dem Logistikbereich die Organisation und das Handling mit den zigtausend Artikeln und der Zeitrahmen, in dem der Job des Kommissonierens bis zum Ausliefern abgewickelt wird. Das Kommissionieren war zwar im Bereich der Auftragsabwicklung und des internen Transports automatisiert, die Behälter wurden hingegen mit einem hohen Anteil an manueller Handarbeit bei einer äußerst geringen Fehlerquote von unter 0,01 % mit den Kleinmengen bestellter Artikel gefüllt.
Nach der Besichtigung traf sich noch der „harte Kern“ in der Finca „Cafe&Bar Celona“ an der Altendorfer Straße, um das Erlebte zu diskutieren und zu vertiefen.

Am 26. September 2019 waren wir zu Gast beim Ruhrverband. 14 Personen waren der Einladung gefolgt. Wir wurden von Frau Becker und Herrn zur Strassen umfassend informiert zum Umfang und den Aufgaben des Ruhrverbandes und der Arbeitsweise der Leitwarte zur Überwachung der Talsperren und Pegelstände. Der Ruhrverband hat eine Alleinstellung im Vergleich mit anderen Wasserverbänden in den Bundesländern. Vor 120 Jahren 1899 waren die Altvorderen schon so weitblickend, dass sie die Grenzen des damaligen Ruhrtalsperrenvereins der Wasserscheide des Sauerlandes gleichsetzten. Durch dieses Wassereinzugsgebiet der Ruhr und seiner wichtigsten Nebenflüsse mit 4.478 qkm war die Frischwasserversorgung für die sich entwickelnde Industrieregion und die Trinkwasserversorgung für die enorm wachsende Bevölkerung im Ruhrgebiet sichergestellt. Inzwischen betreibt der Ruhrverband 8 Talsperren und 5 Stauseen, dazu 64 Kläranlagen, um entnommenes Wasser wieder sauber in die Verbandsgewässern zurückzuführen. Weitere Aufgaben sind, 

  • den Wasserabfluß zu regeln und auszugleichen.
  • den Hochwasserabfluß zu sichern. Dazu ist es erforderlich, ausreichenden Stauraum in den Talsperren vorzuhalten oder rechtzeitig durch Wasserabgabe zu schaffen. 

Um insbesondere diese letztgenannten Aufgaben zu erfüllen, wurde in der Zentrale des Ruhrverbandes in Essen die Leitwarte zur Überwachung der Talsperren eingerichtet. Wir waren in dieser Leitwarte und sahen 5 moderne Arbeitsplätze mit jeweils 2 Bildschirmen, einer Bildschirmwand und einen davon abgeteilten lauten und gekühlten Rechnerraum – aberkeine Personen dort tätig. In dieser Leitwarte laufen alle Meßwerte wie Füllstand der Talsperren, Abflußmenge und Pegelstände sowie Wetterdaten und Vorhersagen diverser Wetterdienste zusammen. Eine Fernbedienung von Schiebern z.B. einer Talsperre kann von hier aus aber nicht erfolgen. Dazu muß eine Information per Telefon oder Mail an das Bedienpersonal vor Ort erfolgen. In der Leitwarte treffen sich jeden Werktag morgens gegen 9 Uhr bis zu 5 Personen – dazu gehören auch Frau Becker und Herr zur Strassen –, die gemeinsam Prognoseentscheidungen treffen im Vorgriff auf 5 Tage. Diese Entscheidungen werden dann vor Ort umgesetzt. Nur in kritischen Situationen wie Hochwasser oder starken Strömungsverhältnissen in den angeschlossenen Gewässern ist ggf. der Leitstand besetzt. Einer der vorgenannten 5 Personen hat für eine Woche rund um die Uhr Rufbereitschaft und kann dazu auch von zu Hause aus auf alle Daten der Leitwarte zugreifen. Um den Blick in die „Kristallkugel“ mit den daraus getroffenen Entscheidungen abzusichern, greift die Leitstellenmannschaft auf langjährige Erfahrungswerte zurück und kann sich auch direkte Auskunft bei namhaften Wetterdiensten einholen. An dieser Stelle wurde besonderer Wert darauf gelegt zu betonen, dass Hochwasserschutz nicht im gesamten Verbandsgebiet sichergestellt werden kann, da nicht alle Bäche und Flüsse des Verbandsgebietes im Einzugsgebiet einer Talsperre liegen. 

Der Rhein-Ruhr-Kommers im Schloß Borbeck am 16. November 2019 wurde dieses Mal vom VAC und WVAC gemeinsam ausgerichtet. Beide Verbandsvorsitzenden waren anwesend und sprachen Grußworte. Herr Friedel Löhrer, Saxo Montania zu Freiberg und Dresden zu Aachen et Saxo-Borussia zu Freiberg, hielt eine launige Rede mit dem Thema „Rheingold und Ruhrkohle“.
Insgesamt waren ca. 160 Corpsstudenten gekommen. Der Raum im Schloß Borbeck hätte noch mehr aufnehmen können. Corps Frisia war mit wohl 30 Personen am stärksten vertreten, was der Initiative und dem „Trommeln“ von Herrn Dr. Remy geschuldet war. Von Seiten unserer Vereinigung waren 8 Herren beteiligt.

Das Gänseessen am 26. November war nun zum 3. Mal im „Schmachtenbergshof“ in Essen-Kettwig. Anreise und Parken war nun schon bekannt. 25 Damen und Herren fanden sich an der weihnachtlich gedeckten Tafel zum Gänseschmaus ein. Herr Nehlep stimmte die Gesellschaft mit einer weihnachtlichen Geschichte ein. Über die Teilnahme der Damen unserer verstorbenen Mitglieder haben wir uns gefreut. Sie haben sich offensichtlich in dem altbekannten Kreis wohl gefühlt.

Das Jahr schloß ab mit der Weihnachtskneipe in unserem Stammtischlokal „Dalmatien“  am 16. Dezember. 12 Herren nahmen daran teil. Herr Hartung referierte über die Bedeutung des Klimagases Methan im Rahmen der Erderwärmung. Als Gast war Herr Mareyen von der WVAC zu Düsseldorf anwesend. Auf die Herren des AHSC Essen warteten wir vergebens.

Neben diesen besonderen Veranstaltungen fanden 12 „normale“ Stammtische statt, die im Durchschnitt von jeweils 8 Herren besucht waren.

Wie in den vergangenen Jahren schlossen sich einige unserer Mitglieder den Veranstaltungen es AHSC zu Wuppertal an, insbesondere bei den Ausstellungsbesuchen im „von der Heydt-Museum“.

Hans-Helmut Hartung

Ein Rückblick auf die Veranstaltungen der öWVAC zu Essen im Jahr 2018

Bei der Mitgliederversammlung der Vereinigung am 18. Februar 2019 gab der Vorsitzende, Herr Hans-Helmut Hartung, einen Rückblick auf das abgelaufene Veranstaltungsjahr 2018:

Am 5. Mai 2018. beging die öWVAC zu Essen ihr 120-jähriges Bestehen. Gemeinsam in einem Bus starteten 28 Herren mit ihren Damen einen Ausflug in den Schleusenpark Waltrop-Hen-richenburg. Während der Busfahrt ließ der Vorsitzende die 120-jährige Geschichte der Vereinigung Revue passieren. Erstes Ziel war dann das alte Schiffshebewerk Henrichenburg, das mit seiner Inbetriebnahme Durch Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 fast so alt ist wie unsere Vereinigung, gegründet am 10. Mai 1898. Bis 1970 war dieses „Meisterwerk“ der ersten technischen Industriealisierung in Betrieb. Bei einer Führung erfuhren wir in der Maschinenhalle das Prinzip der Schwimmerhebetechnik und die geschichtliche Bedeutung dieses entscheidenden Kanalbauwerkes im Rahmen der industriellen Entwicklung des Ruhrgebietes. Unter fachkundiger Begleitung mit ebenso fachkundiger Ergänzung aus unseren Reihen wurde auch das Schiffshebewerk selbst bestiegen und erklärt.

Danach wechselte die Gruppe in den Ausstellungspavillon der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) an der z.Z. einzigen aktiven Schachtschleuse, der insgesamt 2 Schleusen und 2 Hebewerke im Schleusenpark. Wie bestellt erfolgte gerade eine Talschleusung. Wir konnten dabei das Wassersparen beim Schleusenvorgang erkennen, in dem ein Teil des Wassers aus der Schleusenkammer von 190 m Länge, 12 m Breite und 13,5 m Höhenunterschied = 30.780 qbm in nebenstehenden Sparbecken bei Talschleusung zwischengespeichert wird, um bei der Bergschleusung zur Füllung der Schleusenkammer wiederverwendet zu werden.
Der Jubiläumsausflug schloß dann mit einem gemeinsamen 3-Gang-Menue im Hotel Jammertal ab. Begünstigt war der Tag durch einen frühsommerlichen Sonnentag, der alles noch viel strahlender erscheinen ließ. Dem Echo der Teilnehmer ist zu entnehmen, dass es allen sehr gut gefallen und dem Anlaß des Tages entsprochen hat.

Am Donnerstag, 11. Oktober 2018, besuchten 13 Damen und Herren das Leder- und Gerber Museum in Mülheim an der Ruhr. Es ist ein kleines, von einem privaten Trägerverein geführtes Museum, so dass unsere Führung dort durch drei kompetente Personen einen intimen Charakter erhielt. Mülheim kann auf eine über 350 jahrelange Tradition der Lederherstellung zurückblicken. Noch 1924 waren 50 Betriebe in DER Stadt der Lederproduktion tätig. Hier wurden die Häute- und Lederprodukte erzeugt, die dann Offenbach und Pirmasens als Lederstädte Weltruf erlangen ließ. Die Kremlherren sitzen auf Sesseln, bezogen mit Leder aus Mülheim, sowie viele Automobilisten der Marken Mercedes, BMW, Porsche u.a.. Auch der Lederbedarf in Industrie und Bergbau führte zur Blüte des Gerberhandwerkes. Die vielen Umweltauflagen waren dann der „Todesstoß“ für die Betriebe in der Stadt. Heute gibt es in Mülheim noch etliche Häutehandelsgesellschaften und einen Häuteveredelungsbetrieb.

Das Gänseessen am 27.11.2018 fand wiederum im „Schmachtenbergshof“ in Essen-Kettwig statt. Inzwischen sind Ort und Parkmöglichkeiten dort bekannt. Es trafen sich 26 Damen und Herren an der weihnachtlich gedeckten Tafel zum Gänseschmaus ein. Traditionell wird vor dem Essen mit Geschichten, die sich in unterschiedlichster Weise auf Weihnachten beziehen, auf diese eingestimmt. Herr Hartung trug in diesem Jahr eine Geschichte von Iris Berben vor mit dem Titel „warum mir Weihnachten gefällt“.

Über die Teilnahme der Damen unserer verstorbenen Mitglieder haben wir uns gefreut. Sie haben sich offensichtlich in dem altbekannten Kreis wohl gefühlt. 

Zur Weihnachtskneipe am 10.12.2010 waren 13 Herren gekommen. Herr Hartung referierte über die Entwicklung der Fachhochschulen, die in ihrer jetzigen Form vor 50 Jahren von der damaligen westdeutschen Rektorenkonferenz beschlossen wurden. Das führte dann zu einer intensiven gemeinsamen Unterhaltung. 

Neben diesen besonderen Veranstaltungen fanden 9 „normale“ Stammtische statt, die im Durchschnitt von jeweils 7 Herren besucht waren.

Mitgliederversammlung am 18.02.2019

Einige unserer Mitglieder nahmen wie in den vergangenen Jahren teil an Veranstaltungen des AHSC Wuppertals wie z.B. Ausstellungsbesuche im „von der Heydt-Museum“.